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Darmkrebs-Check

In Deutschland erkranken jährlich ca. 66.000 Menschen neu an Darmkrebs und ca. 30.000 Personen sterben pro Jahr an den Folgen der Erkrankung. Für beide Geschlechter zusammen betrachtet, handelt es sich um die häufigste Krebsart.

Dick- und Dünndarm im Bauchraum

Der Darmkrebs-Check in unserer Praxis

Wer die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt oder Bedenken gegenüber der Darmspiegelung hat, dem empfehlen wir heute einen modernen immunologischen Stuhltest auf Darmkrebs. Er bietet gegenüber den konventionellen Stuhlbriefchen (Guajaktest) entscheidende Vorteile:

Wir geben Ihnen den Stuhltest zur häuslichen Durchführung mit. Ein Stuhlfänger hilft bei Tiefspülertoiletten. Einfach das Teststäbchen aus dem Röhrchen ziehen, aus drei verschiedenen Richtungen in die Stuhlprobe stechen, ins Röhrchen zurück und zudrehen und bei uns abgeben. Die Auswertung geschieht in unserem Labor.



Hier noch einmal der Vergleich des alten und neuen Testverfahrens, für diejenigen, die es genauer wissen wollen:

Schon 30 Jahre alt: der konventionelle Guajaktest
Gängige auf Guajak-Farbstoff basierende Tests haben jedoch einige Nachteile. Bei dieser Methode wird durch eine Pseudo-Peroxidase-Aktivität des Porphyrin-Rings (Häm), dem zentralen Bestandteil des Hämoglobins, das farblose Guajak mittels Oxidation in einen blauen Farbstoff umgewandelt. Für diese Reaktion sind nicht die artspezifischen Proteinketten des Hämoglobins verantwortlich, sondern das Häm-Molekül. Dies kann zu falsch positiven Ergebnissen führen, etwa durch tierisches Hämoglobin, Myoglobin aber auch durch Enzyme tierischer und pflanzlicher Herkunft. Falsch negative Ergebnisse hingegen können durch die Aufnahme von Vitamin C oder anderen Antioxidantien erzielt werden, da es hier zu einer Blockierung oder Reduzierung der Pseudo-Peroxidase-Reaktion kommen kann. Dieses erklärt die schlechte Sensitivität solcher Testverfahren zum Teil von 28-40%.

Zeitgemäße Darmkrebsdiagnostik mit dem immunologischen Stuhltest
Immunologische Testsysteme hingegen haben deutliche Vorteile. Durch die Verwendung von mono- und polyklonalen Antikörpern weisen diese Teste ausschließlich humanes Hämoglobin bzw. den humanen Hämoglobin/ Haptoglobin Komplex nach, wodurch keine falsch negativen oder falsch positiven Ergebnisse durch vorherige Nahrungsmittelaufnahme verursacht werden.

Darüber hinaus wird humanes Hämoglobin in 100-fach niedrigerer Konzentration als bei biochemischen Methoden erkannt und ist in der Stuhlprobe haltbar.

Der Hämoglobin/ Haptoglobin - Komplex spielt eine wichtige Rolle bei der Rückgewinnung von Hämoglobin aus lysierten Erythrozyten und ist relativ stabil gegenüber Säuren und dem proteolytischen Abbau. Dies bedeutet, dass der Hämoglobin/ Haptoglobin - Komplex auch nach längeren Darmpassagen nachweisbar ist. Somit können auch Blutbeimengungen von größeren Darmpolypen und höher gelegenen Kolonkarzinomen ebenfalls erfasst werden.

Der kombinierte Nachweis von Hämoglobin und Hämoglobin/ Haptoglobin - Komplex erzielte in Studien die höchste Sensitivität (Kolonkarzinome bis zu 96%, größere Adenome bis zu 80%) bezüglich der Früherkennung von Darmkrebs.

Da Karzinome und Polypen in einem unterschiedlichen Ausmaß und intermitterend bluten können, ist es auch bei immunologischen Nachweisverfahren ratsam mehrere
Stuhlproben zu untersuchen.