Gefäß-Check Doppler Beinarterien AVK Schauffensterkrankheit Aorta Aneurysma Hausarzt Fulda Künzell

Gefäß-Check

Arteriosklerose-Check mit Ultraschall

Wir bieten den Gefäß-Check mit Ultraschall sowie den erweiterten Gefäß-Check an, der neben derselben Ultraschall-Untersuchung noch die Untersuchung der Blutfette (Cholesterin gesamt, gutes HDL-Cholesterin, schlechtes LDL-Cholesterin und Triglyceride) enthält.

Ziele der Untersuchungen sind. Schaufensterkrankheit und Aneurysma zu verhindern und Herzinfarkt und Schlaganfall zu verhüten.

rot: Pulsschlagadern oder Arterien; blau: Venen

Arteriosklerose

heisst krankhafte Verhärtung und Verkalkung von Arterien (Pulsadern), die unsere Organe mit Sauerstoff versorgen. Die bekanntesten und häufigsten Folgen der Arteriosklerose sind der Herzinfarkt und der Schlaganfall, aber auch andere Organe können durch diese Durchblutungsstörung betroffen sein wie z.B. Auge, Niere, Darm und Muskulatur. Die wichtigsten  Ursachen der Arteriosklerose sind Bluthochdruck, erhöhte Blutfette, Diabetes mellitus und das Rauchen.

Zwei weniger bekannte, aber bedeutsame Folgen der Arteriosklerose sind die Periphere Arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit) und das Aneurysma (Aussackung) der Bauchschlagader. Im Gegensatz zu aufwendigen Katheteruntersuchungen können wir gerade diese Störungen mit einfachen Ultraschalluntersuchungen frühzeitig erkennen und den oft tödlichen Komplikationen vorbeugen.

Die Peripher Arterielle Verschlußkrankheit (PAVK) oder auch
"Die Schaufensterkrankheit"

Wenn Durchblutungsstörungen der Beine (bes. Waden) zu Schmerzen beim Gehen führen, sprechen wir von der "Schaufensterkrankheit" Wenn die Betroffenen stehen bleiben, lässt der Schmerz wieder nach, weil dann die Muskeln wieder genügend Sauerstoff bekommen.
Da Patienten mit einer arteriellen Verschlusskrankheit der Beine in 90 % auch erkrankte Herzkranzgefäße (Risiko Herzinfarkt) und in 50 % erkrankte Gehirnarterien (Risiko Schlaganfall) aufweisen, sollte die Diagnose frühzeitig gestellt werden. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, empfehlen wir Ihnen, sich möglichst bevor es zu oben genannten Beschwerden kommt untersuchen lassen. Denn wenn die ersten Symptome auftreten, versterben 30 % binnen 5 Jahren.

Mit der Beindoppler-Messung steht uns eine einfache Früherkennungsuntersuchung zu Verfügung. Hierbei wird der Blutdruck mittels normaler Manschette und einem kleinen Ultraschallgerät an den Knöcheln gemessen und mit dem Blutdruck an den Armen verglichen. Normalerweise ergibt sich aus dem Verhältnis Knöchelarteriendruck geteilt durch den Armarteriendruck ein Wert > 1. Ein Wert von 0,9 ist bereits bedenklich, ein Wert von 0,6 weist bereits auf eine schwerwiegende Durchblutungsstörung hin. Der Druck-Quotient kann bei fortgeschrittener Wandstarre der Knöchelarterien („Mediasklerose“) aber auch über 1,5 liegen. Diese falsch hohen Werte werden besonders bei Zuckerkranken gemessen.

Das Bauchaortenaneurysma

ist eine fortschreitende Aussackung der Hauptschlagader (Aorta), die besonders häufig im Bauchbereich auftritt und durch nachlassende Elastizität der Gefässwand bedingt ist. Die besondere Gefahr dieser Gefässausbuchtung ist ein Einreissen der Schlagader, einem plötzlichen, schmerzhaften Ereignis, das in über 50 % der Fälle nicht überlebt wird. Die Rissgefahr steigt mit dem Durchmesser. Die Aorta ist normalerweise 1,5 bis 2 cm dick. Heute wird ab einem Durchmesser von > 5 cm eine Gefässersatzoperation erwogen, denn bei 5,5 cm beträgt die Rupturrate schon 11 % pro Jahr und bei größer 6 cm schon 20 % pro Jahr.
Bei Durchmessern zwischen 2,5 – 5 cm müssen regelmässige Kontrolluntersuchungen mit Ultraschall erfolgen, der Blutdruck sorgfältigst eingestellt werden und das Heben schwerer Lasten vermieden wird. Das Aortenaneursysma geht meist ohne Vorboten einher, jährlich versterben ca. 2 % der Männer an einem Aortenriss durch diese Aussackung.

Methode der Wahl zur Früherkennung ist die Ultraschall-Untersuchung des Bauchraums.

Neuentwicklung der Firma BOSO: Knöchel-Arm-Index (ABI) Messung leicht gemacht

Seit Oktober 2009 verfügt unsere Praxis über ein neu entwickeltes Messgerät der Firma BOSO, mit dem wir prüfen, ob bei Ihnen eine Durchblutungsstörung der Arterien durch Arteriosklerose vorliegt. Die Messung verläuft wie eine normale Blutdruckmessung, aber zeitgleich an beiden Armen und Beinen. Die Software errechnet den sog. Knöchel-Arm-Index (engl. ABI), der die Früherkennung einer Arteriosklerose und Aussagen zum Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ermöglicht. Sinnvoll ist die Untersuchung bei jedem Raucher, Diabetiker, Bluthochdruckpatienten, Männern ab 50 und Frauen ab 60 Jahren.

Die neue Methode arbeitet mittels Oszillometrie, also genauso, wie es unsere automatischen Oberarmblutdruckmessgeräte schon lange tun. Vorteil gegenüber der konventionellen Dopplermessung (vgl. oben): weniger von der Erfahrung des Untersuchers abhängig, delegierbar, einfach, sauber, schnell. 

Zudem können durch zeitgleiches Messen des Blutdrucks an beiden Armen geprüft werden, ob evtl. eine Durchblutungsstörung der Armarterien vorliegt. Sie ist zwar seltener als die der Beine, hat aber große Bedeutung bei der Blutdrucktherapie. Denn es gilt: massgeblich ist der höher gemessene Wert, wenn ein signifikanter Unterschied zwischen linkem und rechtem Arm vorliegt.

 

Blutdruckmanschetten an Oberarmen und ...
Unterschenkeln anlegen, messen, fertig.