Knochen Dichte Messung Osteoporose Hausarzt Fulda Künzell
Knochen-Check
Was messen wir beim Knochen-Check?
Der Knochen-Check zielt auf die Erkennung zweier folgenschwerer Erkrankungskomplexe ab: der Osteoporose und bösartigen Veränderungen des Knochens.
1. Osteoporose-Test durch Knochendichtemessung
Seit 2002 verfügt unsere Praxis über ein Gerät zur Osteoporose-Früherkennung mit moderner Ultraschalltechnik. Die harmlose Messung der Knochenstruktur erfolgt hierbei an beiden Fersenbeinen und stellt eine hervorragende Suchmethode dar zur Erfassung der Knochendichte. Bei auffälligen Werten ist eine weitere Diagnostik (Blutabnahme zum Ausschluss einer sog. sekundären Osteoporose z.B. durch bösartige Krankheiten, Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule, DXA-Messung) zu erwägen.
2. Blutuntersuchung
Das Blutbild gibt Information zum Zustand des Knochenmarks, denn hier werden die Zellen des Blutes (rote und weisse Blutkörperchen und Blutplättchen) gebildet. Verschiedene Formen der Leukämie werden mittels Blutbild diagnostiziert. Die Alkalische Phosphatase ist ein Enzym, das in Gallenwegen und Knochen gebildet wird und bei Knochenerkrankungen verschiedener Art erhöht sein kann. Calcium ist ein wesentlicher Bestandteil der Knochenmasse. Erhöhte Calciumspiegel können bei Metastasen und Tumoren im Skelettsystem gemessen werden. Die Serumkonzentration des Eiweisses kann bei bestimmten Knochenerkrankungen wie dem Plasmozytom auffällig sein.
Der Knochen
Doppelt so hart wie Granit und nicht weniger zugkräftig als Gußeisen ist das kompakte Material eines menschlichen Knochens. Trotzdem wiegt er nicht viel: Das menschliche Skelett macht nur etwa zwölf Prozent des gesamten Körpergewichts aus. Die Knochen eines fünfzig Kilogramm schweren Menschen wiegen also nur etwa sechs Kilogramm. Knochen sind lebendige Substanz: Zellgewebe. In dieses Bindegewebe ist Kalzium eingelagert, das den Knochen ihre hohe Festigkeit gibt, so daß sie die lebenswichtigen Körperorgane schützen und stabilisieren können. Die einzelnen Bestandteile des Knochens sind Wasser (ca. 25 Prozent), organische Stoffe (hauptsächlich das Protein Ossium) und schließlich anorganische Mineralien: Kalzium, Phosphor, Magnesium sowie in geringen Mengen Eisen, Kalium, Natrium, Chlor und Fluor. Jeder Knochen weist vier Bestandteile auf:
Die kompakte Knochenmasse, aus der die dicke, äußere Knochenschicht gebildet ist. Sie umgibt den inneren Kern aus Knochenbälkchen und ist in der Mitte eines Knochens besonders stark ausgeprägt, so daß er gut vor Deformierungen geschützt ist. Um die kompakte Knochenmasse herum legt sich als äußerste Hülle die Knochenhaut.
Kleine Knochenbälkchen im Inneren des Knochens. Sie bilden ein schwammartiges Füllmaterial, das den Knochen äußerst stabil macht, ohne daß er schwer wird. Dieses Stützsystem diente übrigens als Vorbild für die Konstruktion des Pariser Eiffelturms!
Die Knochenhaut, die die harte Knochenrinde von außen umgibt. Sie enthält besondere Zellen, Osteoblasten genannt, aus denen sich neue Knochenzellen bilden. Diese tragen zum Wachstum und zur Regeneration der Knochen bei.
Das Knochenmark ist in den Hohlräumen der großen Knochen eingelagert. Im Knochenmark werden alle Blutzellen geboren - am Tag bis zu fünf Milliarden. Das fetthaltige Gewebe bildet rote Blutkörperchen (Erythrozyten) zum Sauerstofftransport, Blutplättchen (Trombozyten) für die Gerinnung und verschiedene weiße Blutkörperchen (Leukozyten) für das Immunsystem
Osteoporose
Was ist Osteoporose?
Die Osteoporose ist eine Alterserscheinung mit der Gefahr von Knochenbrüchen (bes. Oberschenkelhals, Wirbelkörper und Handgelenk). In Deutschland kommt es jährlich zu über 50.000 Oberschenkelhalsbrüchen, an denen 6.000 Patienten sterben.
Der Knochen und seine Festigkeit ändert sich ein Leben lang. Die höchste Knochendichte besitzen wir zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr. Frauen verlieren im höheren Alter ein Drittel bis die Hälfte ihrer maximalen Knochenmasse, Männer etwas weniger.
Risikofaktoren für eine Osteoporose sind (u.a.):
dasselbe Leiden in der Familie
einseitige Ernährung, bes. bei Verzicht auf Milchprodukte, Gemüse und Obst
chronischer Durchfall
chron. Leber- und Nierenschäden
längere Einnahme von Kortison-Tabletten
chron. Alkoholkonsum
chron. Nikotinkonsum
Inaktivität
grazile Statur
frühe Wechseljahre
Entfernung der Eierstöcke
Kinderlosigkeit
So können Sie der Osteoporose vorsorgen durch: regelmäßige körperliche Bewegung / (Morgen)Gymnastik oder in der Gruppe festigt Ihre Knochen!
ausgewogene Ernährung (bes.: Milchprodukte, Fisch, mageres Fleisch, Getreide, Gemüse, Obst, Vollkornprodukte)
täglich ca. 1000 Milligramm Kalzium (1 l Milch enthält 1000 mg Kalzium, Milchprodukte aller Art, evtl. Kalzium in Tablettenform)
Einnahme von täglich 400 (50-70 Jährige) bis 800 (ab 70 Jährige) Einheiten Vitamin D3, welches rezeptfrei aus der Apotheke zu beziehen ist
Verzicht auf Zigaretten, Zurückhaltung bei Kaffee, Schwarzem Tee, Alkohol
Senkung der Sturzgefahr im Alter, indem Sie Sehbehinderungen, Gleichgewichtsstörungen und Gangstörungen behandeln lassen
betäubende Mittel vermeiden (z.B. Schlafmittel) Stolperstellen im Haushalt ausräumen
Benutzung sog. „externer Hüftgelenksprotektoren (Safehip)“, elastische Kunststoffschalen, die unter der
Kleidung getragen werden und die Rollhügel abpolstern (nur bei stark fraktur-gefährdeten Personen)


