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Schilddrüsen-Check
Kropf vermeiden
Über- und Unterfunktion erkennen
Unser Schilddrüsen-Check
besteht aus einer Funktionsprüfung (Blutabnahme TSH-Wert) und einer Ultraschall-Untersuchung der Schilddrüse.
Die Schilddrüse
Die Schilddrüse ist kleines, aber wichtiges, nur 20 bis 30g schweres Organ am Hals von schmetterlingsförmiger Gestalt.
Sie versorgt uns mit lebenswichtigen Hormonen, die unseren Stoffwechsel, Herzkreislauf, Darm, Muskel, Nerven und unsere Psyche beeinflussen.
Erkrankungen betreffen sowohl ihre Funktion als auch die Form der Schilddrüse.
Die wichtigsten Schilddrüsenerkrankungen sind die Hyperthyreose = Überfunktion, die Hypothyreose = Unterfunktion und die Struma = der Kropf, wobei grundsätzlich zwischen Funktion und Gestalt unterschieden werden muss, denn eine normal grosse Schilddrüse kann sowohl mit einer Über- wie auch mit einer Unterfunktion verlaufen, genauso kann eine vergrösserte Schilddrüse (Kropf) in ihrer Funktion normal sein.
Als Suchtest für Funktionsstörungen der Schilddrüse reicht eine Blutabnahme zur Bestimmung des Thyreoidea stimulierenden Hormons TSH, dem Steuerhormon der Schilddrüse. Der Normalwert liegt zwischen 0,1 – 4,0 mU/l, unter 0,1 sprechen wir von einer Überfunktion, über 4,0 von einer Unterfunktion.
Als Basistest von Form und Grösse der Schilddrüse dient die Ultraschall-Untersuchung. Mit ihr können wir feststellen, ob die Schilddrüse zu gross oder zu klein ist und ob sie weitere Veränderungen wie Knoten, Zysten oder Verkalkungen aufweist. Finden sich verdächtige Herde, veranlassen wir die Schilddrüsenszintigrafie beim Nuklearmediziner.
Schilddrüsenstörungen, sowohl der Form als der Funktion, sind häufig und bleiben oft lange unerkannt, bis sie symptomatisch werden. Früherkennungsuntersuchungen mit TSH-Wert und Ultraschall helfen die im weiteren beschriebenen Erkrankungen aufzudecken und effektiv zu behandeln.
Funktionsstörung Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose) Zu wenig Schilddrüsenhormone machen sich je nach Schweregrad durch Müdigkeit und Antriebsschwäche bemerkbar. Der Stoffwechsel ist verlangsamt, die Blutfette steigen, die Haut ist blass und trocken, der Patient friert häufig, nimmt an Gewicht zu, bemerkt Libido- und Potenzschwäche und leidet an Verstopfung.
Funktionsstörung Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)
Bei der überschießenden Aktivität laufen die Stoffwechselaktionen lauf Hochtouren. Der Betroffene ist unruhig und nervös, hat einen schnellen Puls und einen unregelmäßigen Herzschlag. Weitere Symptome sind Bauchschmerzen, Durchfall, Gewichtsverlust, Heißhunger, Schwächen der Muskulatur, zitternde Hände, Reizbarkeit und häufiges Schwitzen. Eine gravierende Folge kann das Vorhofflimmern sein, eine gefährliche Herzrhythmusstörung, die zum Schlaganfall führen kann.
Der Kropf (Struma)
Beim Kropf (Struma) handelt es sich entweder um die allgemeine, gleichmäßige Vergrößerung der Schilddrüse (Struma diffusa) oder um die Vergrößerung durch Ausbildung von Knoten unterschiedlicher Größe (Struma nodosa). Schilddrüsenkrebs (Karzinom) kommt selten vor.
Im Vordergrund kann zunächst der kosmetische Effekt durch die Vergrösserung stehen. Zusätzlich kann es es zu einem Druckgefühl am Hals und zur Behinderung beim Schlucken und Atmen kommen. Weitere Symptome können sich durch eine gestörte Schilddrüsenfunktion ergeben. So kann die knotenbildende Struma mit einer schwerwiegenden Überfunktion verlaufen.
Die häufigste Ursache des Kropfes ist der in Deutschland immer noch weit verbreitete Jodmangel. Jod wird mit der Nahrung zugeführt und ist elementarer Baustein zur Herstellung der Schilddrüsenhormone. In Deutschland haben etwa 6 bis 8 Millionen Bundesbürger eine vergrößerte Schilddrüse. Untersuchungen bei Jugendlichen (11 bis 17 Jahre) ergaben sogar eine Häufung von 50 %.
Methode der Wahl zur Beurteilung einer Struma ist die Ultraschall-Untersuchung.

