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Anti-Aging

Anti-Aging: Einleitung |
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“ANTI – AGING”, “Fit for Fun”, “Forever Young”,
das sind die Schlagworte, denen Sie zur Zeit in unzähligen Varianten in allen Medien begegnen.
Das Interesse scheint groß zu sein, denn immer mehr Menschen wollen nicht nur älter, sondern vor allem fit bleiben! Was steckt also dahinter und wie weit sind die Wissenschaftler mit ihren Erkenntnissen?
EINLEITUNG
Im Jahr 2000 war jeder zweite Erwachsene in Deutschland über 50 Jahre alt: Im Jahr 2040 wird jeder Zweite älter als 60 Jahre sein! Dass die Lebensspanne beträchtlich verlängert werden kann, gilt heute als gesichert. Folgt man der so genannten „Siebener-Regel“, die besagt, dass jedes Lebewesen sieben mal so lange leben kann, wie sein Skelettsystem zum kompletten Auswachsen braucht, könnten die Menschen 120 Jahre alt werden. Das durchschnittliche Lebensalter liegt heute bei etwa 81 Jahren für die Frauen und 75 Jahren für die Männer. Als die heute Über-100-Jährigen geboren wurden, lag die durchschnittliche Lebenserwartung noch bei 45 Jahren! Wir haben also seit damals 30 Jahre an Lebenszeit gewonnen!
Faktoren, die zur höheren Lebenserwartung beitrugen
· bessere Hygiene im Trinkwasser- und Wohnungsbereich
· erfolgreiche Bekämpfung von Seuchen wie Cholera und Tuberkulose
· verbesserte allgemeine medizinische Versorgung
· reichhaltigere Ernährung
· Medizinischer Fortschritt
Die „Baby-Boomer“, geboren zwischen 1946 und 1964, kommen in die Jahre. Sie sind die neue Generation der „jungen Alten“ und sie wollen ihre „besten Jahre“ in Gesundheit genießen, Spaß haben und geistig fit bleiben. Obwohl der Alterungsvorgang noch nicht allzu lange erforscht wird, gibt es doch schon eine Menge an neuen Erkenntnissen über Möglichkeiten der Prävention durch Lebensführung und Nahrungsergänzung. Von den verschiedenen Alterungstheorien wird die Theorie der freien Radikalen derzeit am meisten favorisiert und verfolgt.
THEORIE DER FREIEN RADIKALE
Unser Leben hängt vom Sauerstoff ab, ohne Sauerstoff würden wir in wenigen Minuten sterben. Andererseits ist dieses Lebenselixier aber ein recht aggressives Gas, wie wir aus unserem Alltag wissen. Sauerstoffreaktionen werden in der Chemie als Oxidation bezeichnet. Solche Oxidationsprozesse finden wir in der Natur z.B. durch Rostbildung an Eisen oder durch die rasche Braunfärbung eines Apfels, wenn er aufgeschnitten wird. Erfahrene Hausfrauen kennen hier aber auch ein Gegenmittel: ein paar Tropfen Zitronensaft über die Apfelschnitten träufeln und er bleibt länger ansehnlich. Es gibt also wohl auch Gegner der Oxidation: Antioxidantien nennen wir sie, in unserem Beispiel das Vitamin C der Zitrone.
Unter Oxidationsprozessen in unserm Körper kommt es zu chemischen Verbindungen von Sauerstoff mit Eiweissen, Fetten, Zelloberflächen, Blutgefässen und der Erbsubstanz (ZNS), die wir als „Freie Radikale“ bezeichnen. Sie besitzen körperschädigende Effekte, die in Form einer verhängnisvollen Kettenreaktion (eine Oxidation stösst die nächste an) weiterlaufen, bis sie von einem Gegenspieler, dem „Anitoxidans“ gestoppt werden.
Die möglichen Folgen von Freien Radikalen im Körper sind vielfältig:
· Arteriosklerose und Herzkranzgefässverengungen durch Schädigung der Blutgefässe
· Chronische Entzündungsprozesse wie Neurodermitis, Psoriasis oder Paradontose
· Gehirnkrankheiten wie M. Parkinson, M. Alzheimer oder Multiple Sklerose
· Krebserkrankungen durch Schäden am Erbgut
· Autoimmunerkrankungen wie Rheuma, Diabetes mellitus Typ I u.v.a.
· Linsentrübung des Auges
· beschleunigte Alterungsprozesse durch unvollständige Zellreparation
Der Körper altert, weil er „rostet“ (oxidiert), durch Überschuss an freien Radikalen. Den freien Radikalen fehlt ein Elektron, das sie den kompletten Molekülen entreissen wollen. Sie existieren jeweils nur für einen Bruchteil einer Sekunde, aber der Schaden, den sie an und in den Zellen anrichten, kann irreversibel sein. Allein unser Erbgut, die DNS, ist täglich bis zu 10.000 Attacken dieser aggressiven Verbrennungsrückstände ausgesetzt!
Das Ungleichgewicht zwischen Bildung freier Radikale (Oxidanzien) und Radikalfängern (Antioxidanzien) ist allgemein anerkannt als wichtiger Faktor der vorzeitigen Alterung und wird auch als Oxidativer Stress bezeichnet.
Was sind die Quellen von Freien Radikalen?
Die Ursachen und Quellen sind vielfältig. Freie Radikale entstehen bei ganz natürlichen Körperprozessen wie der Energiegewinnung oder bei der Vernichtung von Viren, Bakterien oder Parasiten. Aber auch negativer Stress, extreme körperliche Belastungen (z.B. beim Leistungssport), Entzündungen und das Alter selbst (indirekt durch eine Abnahme der antioxidativen Schutzmechanismen) fördern die Produktion von reaktiven Sauerstoffradikale. Exogene Belastungen mit freien Radikalen finden durch durch Schadstoffe wie Schwermetalle, Strahlung, Zigarettenrauch, Arzneimittel statt.
ANTIOXIDANTIEN
die Fänger der Freien Radikale
Die Antioxidanzien sind alle die Substanzen, die Radikale unschädlich machen können. Sie können nach ihrer Herkunft in primäre (körpereigene) und sekundäre (im wesentlichen zugefügte) Antioxidantien eingeteilt:
Primäre endogene (körpereigene) Antioxidanzien
sind Enzyme und metallbindende Proteine. Sie sind in der Lage, freie Radikale chemisch unschädlich zu machen. Die Wirksamkeit dieser endogenen Antioxidanzien ist entscheidend durch das genetische Erbe bedingt. Sie stehen nicht unbegrenzt zur Verfügung, sind aber schnell, sehr effektiv und gehen aus den Reaktionen unverändert wieder hervor.
Enzyme, die mit freien Radikalen reagieren und diese unwirksam machen:
Superoxiddismutase/SOD (Substrat: Wasserstoffsuperoxid)
Katalase (Substrat: Wasserstoffperoxid)
Glutathionperoxidase/GPX (Substrat: Lipidperoxide
Metallbindende Proteine, die Verfügbarkeit radikalbindender Metalle durch Bindung reduzieren
Ferritin (bindet 2-wertiges Eisen)
Coeruloplasmin (bindet Kupfer)
Sekundäre Antioxidanzien
dienen als direkte Radikalfänger und werden im wesentlichen dem Körper zugeführt:
- Vitamine wie Vitamin C, Vitamin E, Beta Carotin, Folsäure
- Spurenelemente wie Zink und Selen
- Fettsäuren wie Omega-3-Fettsäuren, Alpha-Liponsäure
- Mikronährstoffe wie Bioflavonoide
- Aminosäuren wie Glutathion
- Coenzyme wie Co-Q10
- Harnsäure, Albumin, Bilirubin
- Hormone wie Östrogene, Progesteron, Androgene, DHEA und Melatonin
THERAPIE MIT ANTIOXIDANTIEN
- Was sollten Sie wissen?
Allgemeines: Achten Sie generell auf eine ausreichende Zufuhr von Antioxidantien. Es hat sich zumindestens in Tierversuchen gezeigt, dass sie bis zu 50 % lebensverlängernd wirken. Nehmen Sie eine sinnvolle Kombination ein, mixen Sie fett- und wasserlösliche Antioxidantien und verzichten auf Monopräparate, die ohne ausreichende Wirkung sind (z.B. reine Vit.E-Produkte).
Mischen Sie weiterhin antioxidativ wirksame Vitamine und Spurenelemente mit sog. sekundären Pflanzenstoffen (sog. Bioflavonoide, Anthocyanine, Karotinoide, Lykopene, Polyphenole u.a. wie sie z.B. auch in buntem Obst- und Gemüsesorten, aber auch in hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln vorkommen) .
Zu den fettlöslichen Antioxidantien gehören Vitamin E und Coenzym Q10. Sie verhindern die Oxidation des gefässschädigenden LDL-Cholesterins. Bevorzugen Sie das natürliche Vitamin E (Gamma-Tocopherol), das effektiver ist als das synthetische Vitamin E (Alpha-Tocopherol) und auch andere chronische Entzündungsprozesse im Körper aufhält (Schutz vor M. Parkinson und M. Alzheimer etc.).
Coenzym Q10 als Mitochondrienschutz
Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zelle, die Energie liefern und über ein eigenes Genmaterial verfügen. Seit der Aufklärung der mitochondrialen Gensequenz weiß man, dass gesundes Altern und Langlebigkeit der Zellen von der Anzahl funktionierender Mitochondrien abhängt. Ein junger Mensch besitzt ca. 1.600 Mitochondrien pro Zelle, ein alter Mensch noch etwa 600-800! Die oxidativen Schäden an der mitochondrialen DNA sind irreversibel! Mitochondriale Schäden führen zu einem bioenergetischen Defizit (BED), das einhergeht mit Leistungsabfall, Demenz, Migräne, Erblinden, Muskeldystrophie und Gehirnatrophie, M. Alzheimer. Effektiven Schutz für Mitochondrien gibt es durch Coenzym Q10. Coenzym Q10 spielt erstens eine lebenswichtige Rolle für die optimale Energieproduktion und –versorgung in den Organen (vor allem im Herzen) und hat zweitens außergewöhnliche antioxidative Fähigkeiten, wodurch der Organismus vor zellzerstörenden Schäden durch aggressive freie Radikale geschützt wird.
Therapeutische Dosierung:
· Anfänglich 3 mg/kg Körpergewicht
· bei allen Entzündungen, Streß, Leistungssport: 6 mg!
Cholesterinsenkende Medikamente (Statine, z.B. Simvastatin) sollte man immer mit 100-200 mg Coenzym Q10 kombinieren, da Statine die Synthese von Co-Q10 drastisch reduzieren. Bei alleiniger Einnahme von Statinen besteht die Gefahr von Muskelerkrankungen (z.B. Muskelschmerzen, Muskelschwund).
Weitere Einsatzmöglichkeiten von Coenzym Q10:
· Vor Eingriffen an den Herzkranzgefässen
· Wundheilung, bestes Hautschutzmittel bei einer Strahlentherapie
· Nachinfarktbehandlung: 10 mg Co-Q10/kg Körpergewicht
Wasserlösliche Antioxidantien
Hierzu gehören insbesondere Vitamin C, Zink und Selen. Bei Stress kann ein enormer Vitamin C Bedarf entstehen. Dies kann schnell und situationsbedingt zu einem Vitamin C-Mangel und daraufhin zu einer stark verminderten Abwehrfähigkeit des Immunsystems führen.
Vitamin C
Achten Sie bei der Vitamin C Zufuhr auf natürliche Wirkstoffkombination, z.B. auf Acerola-Basis. 100 Gramm Acerolakirsche enthalten 1700 mg Vitamin C und ist damit Spitzenreiter im Vitamin-C-Gehalt. Vitamin C wirkt synergetisch mit Bioflavonoiden (sekundären Pflanzenstoffen) und wird am besten als Retardpräparat eingesetzt, da es relativ schnell wieder über die Niere ausgeschieden wird.
Zink
Gesamtbestand im Körper ca. 2-3 g, zweithäufigstes essentielles Spurenelement, es ist ein wichtiger Antioxidant, wirkt immunstimulierend und ist direkt und indirekt an mehr als 200 Enzymen sowohl an der Synthese als auch an der katalytischen Funktion beteiligt.
Durch intensive Landwirtschaft und Entzug von Boden Mineralien, aber auch durch moderne Nahrungs- und Genussmittel ist die Zinkaufnahme der letzten Jahre fortlaufend zurückgegangen.
Bedarf/Zufuhr:
Erwachsene: 12-15 mg/Tag
Schwangere und Stillende: 20-25 mg/Tag
Kinder: 8-12 mg/Tag
Therapeutische Dosis: 20-100 mg/Tag
Natürliche Quellen: Leber, Austern, Linsen, weiße Bohnen, Fleisch, Weizenkleie, Haferflocken, Mais
Selen
Selen wird von Pflanzen aus dem Boden aufgenommen und in Proteine eingebaut oder es lagert sich an Proteine, hauptsächlich an Methionin an. Selen-Methionin wird vom Körper besonders gut aufgenommen, aber kaum gespeichert und sollte deshalb unbedingt regelmäßig zugeführt werden.
Deutschland zählt zu den Selenmangelländern! Die tägliche Selenaufnahme in Deutschland liegt bei 40 mcg, diese 40 mcg stammen zu 85% aus der Selenzugabe im Futter von Masttieren! In Süd-Dakota (USA) dagegen liegt die tägliche Selenaufnahme bei 300-600 mcg.
Antioxidative Schutzwirkung:
Selenocystein ist zentraler Bestandteil der Glutathionperoxidase (GPX), die Wasserstoffperoxide (H2O2) und Lipid-Hydroperoxide entgiftet.
Bei Mangel an Selen und Vitamin E können beide Peroxide zu dem sehr gefährlichen Hydroxyradikal (HO) oxidiert werden, das in einer Radikalkettenreaktion Zellstrukturen zerstört.
Die Leber hat einen großen Bedarf an Selen-Enzymen, da hier die Entgiftung von Schwermetallen wie Cadmium, Blei, Zinn, Quecksilber, Kupfer, Kobalt, Silber etc. und Medikamenten unter Anfall großer Mengen an freien Radikalen stattfindet. Amalgamträgern wird die tägliche Einnahme von Selen und Vitamin E empfohlen.
Selen aktiviert die Phagozyten, Killerzellen, Gamma-Interferon, Tumor-Nekrose-Faktor (hemmt das Wachstum von Krebszellen!) und die Antikörperproduktion, bes. IgG.
Selen schützt vor Krebs: Eine amerikanische Krebsstudie (The Nutritional Prevention of Cancer Study), durchgeführt mit 1312 Patienten – durchschnittlich 63 Jahre alt – die 4 ½ Jahre lang täglich 200 mcg Selen erhielten zeigten eine Verminderung von
· Prostatakrebs um 63%
· Darmkrebs um 58%
· Lungenkrebs um 50%!
Die Krebssterblichkeit war um 48% niedriger als bei der Vergleichsgruppe.
Bedarf / Zufuhr:
Kinder 50 mcg/Tag
Jugendliche 100-200 mcg/Tag
Erwachsene 200 mcg/Tag
Aminosäuren
Aminosäuren sind die kleinsten Bausteine des Eiweissstoffwechsels. Eiweiss (Aminosäuren) ist nicht nur Energielieferant, sondern hat vor allem bedeutende Funktion im Baustoffwechsel des Körpers. So bestehen Enzyme aus Ketten von Aminosäuren.
Eines der stärksten Antioxidantien überhaupt ist das Gluthathion, eine kurzkettige Eiweissverbindung, die der Körper selbst herstellen kann. Die Bausteine hierzu sind die 3 Aminosäuren: Glycin, Glutamin und Cystein. Während die ersten beiden in der Regel ausreichend mit der Nahrung aufgenommen werden, herrscht oft ein relativer Mangel an Cystein, das natürlich in Zwiebeln und Lauch vorkommt. Eine Nahrungsergänzung mit Cystein alleine ist heute in ausgewählten Produkten bereits möglich. Eine weitere Cysteinquelle ist das ACC (N-Acetylcystein), das viele als schleimlösendes Mittel kennen.
Alpha-Liponsäure und L-Carnitin
Die Fettsäure Alpha-Liponsäure und das kurzkettige Eiweissmolekül Carnitin helfen bei der Bereitstellung von Gluthathion (s.o.) und hemmen die Radikalbildung in den Mitochondrien überaus effektiv. Sie steigern weiterhin die Leistungsfähigkeit der Muskeln, Nervenleitungsgeschwindigkeit und des Gedächtnis.
S-Adenosylmethionin (SAM)
S-Adenosylmethionin (SAM) wird aus den Aminosäuren Cystein und Homoserin gewonnen und ist als stoffwechselaktive Form von Methionin Ausgangsbasis für viele Botenstoffe des Hirnstoffwechsels. Darüber hinaus spielt das SAM in der Leber eine Schlüsselrolle in der Bildung von Glutathion (s.o.). Es kommt therapeutisch zum Einsatz bei Störungen des Hirnstoffwechsels (bes. Depressionen) und bei entzündlichen Prozessen des Bewegungsapparates (Arthritis etc.). Eine Beratung durch den Arzt ist erforderlich.
Anti-Aging-Analyse
Mit verschiedenen Messmethoden versuchen heute Ärzte festzustellen, in welcher körperlichen Verfassung ein Mensch ist und ob er für sein numerisches Alter eher jünger oder bereits vorgealtert ist. Dies gelingt mit:
1. Bestimmung des biologischen Alters
2. Abklärung des Osteoporose-Risikos
3. Untersuchung des Hormonhaushaltes
4. Messung des oxidativen Stresses
1. Bestimmung des biologischen Alters
· Lungen-Funktion (Vitalkapazität, Sekundenkapazität)
· Ergometrie (Leistung, Blutdruck- und Herzfrequenzverhalten)
· Körperfett-Messung (Bioimpedanzanalyse)
· Psychometrische Testung (Gedächtnisleistung, Stressprofil, geistige Vitalität)
· Sehtest
· Kraft, Haltung, Koordination, Hörfähigkeit
2. Abklärung des Osteoporose-Risikos
· Knochendichtemessung
· Labor (Blutbild, Calcium, Magnesium, Vitamin D, Phosphat, Parathormon, Harnsäure, BSG, Serumeiweiß)
· Knochenaufbaumarker (Knochen-AP(BAP), Osteocalcin)
· Knochenabbaumarker (Pyridinolin-Crosslinks)
3. Labor Hormonhaushalt
Mann und Frau:
· Testosteron gesamt und freies Testosteron
· Östrogene (E1/Östron, E2/Östradiol, E3/Östriol)
· DHEA-S
· Cortisol
· TSH, FT3, FT4
· IGF1 (Insulin-Like-Growth-Factor 1), korreliert mit Wachstumshormon Somatotropin
Mann:
· SHBG (=Sexualhormonbindendes Globulin)
· LH
Frau:
· Progesteron
· FSH
4. Messung des oxidativen Stresses
Gute Labor-Marker für die Analyse von oxidativem Stress sind:
· totale Antioxidanzien-Status des Plasmas (TAS),
· Lipoprotein (a)
· Homocystein
· oxidiertes Glutathion (GSSG)
· Malondialdehyd (MDA)
· 4-Hydroxynonenal (4-HNE)
· 8-OH-DeoxyGuanosin (8-OhdG)
· Superoxiddismutase (SOD)
· Zink und Selen in den Erythrozyten.
· Vitamine des B-Complexes
Totaler Antioxidanzien-Status des Plasmas (TAS):
ist ein Maß für körpereigene und exogene, nicht enzymatische antioxidative Schutzfaktoren, wie z.B. Coenzym Q10, Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide und Aminosäuren.
Lipoprotein (a) (LP(A)):
ein Eiweissstoff, der sich auf das LDL-Cholesterin auflagert, wodurch dieses erst richtig aggressiv gemacht wird, scheint beim Menschen eine Art Ersatzstoff für fehlendes Vitamin C zu sein (aus: Dietl/Ohlenschläger).
Hohe Spiegel weisen auf ein erhöhtes Risiko für Arteriosklerose und Schlaganfall hin. Das Risiko ist ca. 10 mal so hoch wie bei einem erhöhten Cholesterin/LDL Quotienten.
Therapie bei erhöhten Spiegeln: Vitamin C, Vitamin B3, Omega-3-Fettsäuren, Alpha-Liponsäure, N-Acetyl-Cystein
Homocystein:
entsteht beim Abbau der Aminosäure Methionin bei Mangel an Vitamin B6, Vitamin B12 und Folsäure. Es schädigt durch eine Kupfer-katalysierte Oxidation durch Bildung freier Radikale direkt das Gefäßendothel, es fördert die Lipidperoxidation des LDL-Cholesterins, führt damit zu einer vermehrten Bildung von Schaumzellen und fördert die Enstehung der Arteriosklerose. Außerdem greift es in die Gerinnungs-Homöostase ein und fördert die Entstehung von thrombotischen Ereignissen.
Therapie erhöhter Spiegel: Folsäure, Vitamin B6, Vitamin B12
Oxidiertes Glutathion (GSSG):
ist in seiner reduzierten Form (GSH), das dominierende Antioxidant in der Zelle und dient als Kofaktor für den Entgiftungsweg von fettlöslichen Fremdstoffen über die Glutathion-S-Transferase.
Therapie bei zu niedrigen Spiegeln: Niacin, Vitamin B2, Alpha-Liponsäure, N-Acetyl-Cystein
Malondialdehyd (MDA):
ist ein Marker für die oxidative Zerstörung von Fetten durch freie Radikale. Oxidierte Lipide führen zu Zellschädigungen, genetischen Veränderungen und Membranschäden.
Therapie bei zu hohen Spiegeln: Omega-3-Fettsäuren, schwefelhaltige Aminosäuren (z.B. L-Methionin), B-Vitamine
4-Hydroxynonenal (4-HNE):
ist ein Marker für einen sich selbst unterhaltenden Oxidationsprozess in den Zellen. Hydroxynonenal führt zur Oxidation von SH-Gruppen Enzymen wie z.B. der Glutathion-S-Transferase, die zu den wichtigsten Entgiftungsenzymen für Fremdstoffe, vor allem von alkylierenden Medikamenten wie Zytostatika, gehört.
Therapie zu hoher Spiegel: Alpha-Liponsäure, Acetyl-Cystein, Methionin, Schwefelbäder
8-OH-DeoxyGuanosin (8-OhdG):
ist ein Marker für die Schädigung des genetischen Materials.
Therapie zu hoher Spiegel: Antioxidanzien
Superoxiddismutase (SOD):
ist ein körpereigenes Enzym, das sehr reaktive freie Radikale wie z.B. Superoxidanionen, zum weniger aggressiven Wasserstoffperoxid (H2O2) umwandelt.
Therapie bei zu niedrigen Spiegeln: Zink, Kupfer
