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Bauchbeschwerden

Wichtig:
Im folgenden finden Sie Tipps und Hilfen für häufig genannte Beschwerden des Bauchraumes. Diese dürfen selbstverständlich eine Untersuchung und Abklärung durch den Arzt nicht ersetzen.
Übersäuerung von Speiseröhre, Magen und Zwölffingerdarm
z.B. bei Sodbrennen, Aufstoßen und Völlegefühl mit Oberbauchbeschwerden
(gilt nur nach Abklärung durch den behandelnden Arzt!)
- günstige Kost: gekochtes Gemüse, Kartoffeln, Reis, Fisch, Fleisch
- ungünstige Kost: Hülsenfrüchte, Kohl, frisches Brot, Weißmehlspeisen, Fabrikzucker, paniere oder fette Speise, Süßigkeiten
- Verzicht auf Kaffee, Alkohol, Zigaretten
- nicht zu kalt, zu heiß oder hastig essen, gut kauen
- nach den Mahlzeiten nicht flach hinlegen, insbesondere bei Sodbrennen das Bett um ca. 20° am Kopfteil anheben, um den Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre zu vermeiden
- Heilkost: Haferbrei, Reisbrei, Leinsamenbrei, Kartoffelmohrrübenpüree, Fenchelkümmelbrühe
- Heiltees: Kamille, Pfefferminze, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wermutkraut, Enzian
- wenn gar nichts wirkt, gibt es hervorragend wirkende und sichere Medikamente!
Sogenannte „Gallenblasenbeschwerden“ oder Verdauungsstörungen
Darunter verstehen die meisten Menschen Völlegefühl und Druck im Oberbauch bes. nach dem Essen, aber auch Blähungen, wechselnde Stuhlqualitäten (weich/fest) und Übelkeit.
Diese Beschwerden kommen selten von Gallenblasensteinen, wie oft angenommen, sondern sind Verdauungsstörungen, die auch im Zusammenhang mit Magen oder Bauchspeicheldrüse stehen. Deswegen gilt auch hier: eine Abklärung durch den behandelnden Arzt hat Vorrang.
Koliken, das sind krampfartige Schmerzen im Oberbauch (ähnlich Wehen) sind stets durch einen Arzt abzuklären!
Allgemein gilt:
- nicht hastig essen, nicht zu kalt und nicht zu heiß, gut kauen
- regelmäßige Mahlzeiten, besser mehrere kleine Mahlzeiten
- ungünstige Kost: Paniertes, Geräuchertes, fette und süße Speisen, Alkohol
- günstige Kost: Vollkornprodukte, Gemüse außer Hülsenfrüchten, magere Milchprodukte
lindernde Maßnahmen (Zutaten aus Apotheke):
- warme Heublumensackauflagen rechter Oberbauch
- feuchtwarme Leibwickel
- Schöllkrautkapseln (2-5 Gramm pro Tag)
- Schafgarbenkraut
- Erdrauchkrauttee (6 Gramm tgl.)
- Pfefferminztee
- Melissenkraut
Chronische Verstopfung
bei ausbleibendem Stuhlgang über 3-4 Tage hinaus bitte Arztbesuch!
Allgemeine Regeln:
- regelmäßige Mahlzeiten einhalten, Zeit lassen beim Essen
- mindestens 2 Liter Flüssigkeit täglich trinken (Tees, Wasser)
- ausreichende Bewegung, Morgengymnastik
- ungünstige Kost: Mehlprodukte, Fleisch, Süßigkeiten, Bananen, heller Reis
- günstige Kost: Gemüse, Milchprodukte, z.B. frische Molke, Vollkornprodukte
- chronische Einnahme von Abführmitteln macht den Darm träge und unterstützt selbst die Verstopfung!
Erste Eigenmaßnahmen zur Behandlung (mögliche Alternativen):
- jeden Morgen nüchtern ein Glas lauwarmes Wasser trinken
- Milchzucker, Weizenkleie, Leinsamen oder getrocknete Pflaumen mit jeweils viel Flüssigkeit einnehmen
- als sehr wirksam hat sich auch die regelmäßige Einnahme von Lactulose erwiesen, die als Sirup und Pulver rezeptfrei in der Apotheke zu beziehen ist.
- Kauen der geschälten oder getrockneten Kalmuswurzel (Apotheke)
- 1-2 Esslöffel Rhizinusöl einnehmen
- Teesorten: Kümmel, Fenchel, Tausendgüldenkraut, Melissen, Scharfgarbe, Pfefferminze
- feuchtwarme Leibwickel
- auch mit einem kleinen Einlauf (aus der Apotheke rezeptfrei als z.B. Mikroklistiere) können Sie kaum etwas falsch machen
- Glycerin-Zäpfchen (rezeptfrei für Kinder und Erwachsene) sind harmlos und effektiv.<//td><//td><//td>
