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Schlafstörungen

Nach einer europaweiten Erhebung leidet fast jeder zweite Deutsche unter Schlafstörungen.
Wir unterscheiden heute zwischen Schlafstörungen
- bei anderen Erkrankungen (sekundäre Schlafstörungen)
- aufgrund äußerer Ursachen (extrinsische Schlafstörungen)
- die von „innen heraus“ kommen (intrinsische oder primäre Schlafstörungen)
- deren Ursachen nicht bekannt sind.
Schlafstörungen bei anderen Erkrankungen (nur Beispiele):
- bei Depressionen (häufig)
- bei Asthma (nächtliche Luftnot)
- bei Herzmuskelschwäche (nächtliches Wasserlassen)
- bei vergrößerter Prostata (nächtliches Wasserlassen)
- bei der Refluxkrankheit (Sodbrennen)
- bei der Koronaren Herzkrankheit (nächtl. Angina pectoris)
Schlafstörungen aufgrund äußerer Ursachen (Beispiele)
- falsche „Schlafhygiene“ (Überwärmung, schlechte Luft etc.)
- falsche Umgebung (zu laut, zu hell)
- Störungen des 24 Stunden Rhythmus (Schichtarbeit, Jetlag)
- Narkotika (Schlaftabletten, Alkohol --> kein erholsamer Tiefschlaf)
- medikamentös (Theophyllin, Cortison, Appetitzügler etc.)
Schlafstörungen von „innen heraus“ (intrinsische)
- sogenannte echte Schlafstörung (Insomnie)
- Narkolepsie (Einschlafattacken mit Schlaflähmung, selten)
- kindliche S. (Schlafwandeln, Zähneknirschen, Einnässen u.v.a.)
- Restless legs Syndrom (motorische Unruhe bes. der Beine)
- Schlaf-Apnoe-Syndrom (nächtl. Sauerstoffmangel durch Atemaussetzer)
Hier einige Hilfen:
- Verzichten Sie auf das Nickerchen tagsüber
- Verzichten Sie abends auf Kaffee, Alkohol und schwarzen Tee
- Auch Rauchen stört viele im Nachtschaf
- Essen Sie abends nicht zuviel und nur gut Verdauliches
- Vermeiden Sie abendliche Aufregung, z. B. auch im Fernsehen
- Versuchen Sie es mit einem abendlichen Spaziergang, Entspannung beim Lesen, Spielen oder Baden
- Sorgen Sie für die nötige „Schlafhygiene“: ausreichend harte Matratze, frische Luft, kühle und dunkle Räume, angenehme Bettwäsche, Geräuschminderung etc.
- Körperliche Bewegung tagsüber an der frischen Luft hilft
- Wenn Sie nachts aufwachen, grübeln Sie nicht, sondern stehen auf und tun Dinge, die Sie schon lange tun wollten
- Zählen Sie notfalls von 500 rückwärts, um sich von üblen Gedanken abzulenken
- Schlummertrunk (nicht für Diabetiker): Kamillentee mit 2 Teelöffeln Honig und warmer Milch mischen und vorm Zubettgehen trinken
- schlaffördernde Teesorten (eigene Mischungen erstellen): Baldrianwurzeln, Melissenblätter, Lavendelblüten, Hopfenzapfen, Johanniskraut, Weißdornblüten
- Bedenken Sie, dass der alte Mensch oft schon mit 5 Stunden Schlaft täglich auskommt.
- Alkohol ist weder als Schmerzmittel noch als Schlafmittel eine gute Lösung, sprechen Sie mit uns darüber, sollten Sie für Sich dabei Bedenken haben!
- Auch Depressionen können Schlafstörungen erzeugen, dann sind nicht die Schlafstörungen, sondern die Depressionen zu behandeln. Sprechen Sie uns an.
