Impfung Auslang Reise Reisemedizin Arzt Hausarzt Fulda Künzell
Impfungen für Auslandsreisen

Lesen Sie hier bitte das Wichtigste zu den häufigsten Auslandsimpfungen. Zuvor ein paar kurze Worte zu den Kosten:
Kostenerstattung
Neu seit 2007: Viele Ersatzkrankenkassen und Betriebskrankenkassen zahlen inzwischen Auslandsreiseimpfungen wie gegen Hepatitis sowie die Malariaprophylaxe. Wie sich Ihre Krankenkasse dabei verhält, erfahren Sie im Internet unter: www.crm.de/krankenkassen/kk_tabelle_kassen.htm.
Hepatitis A
Das Hepatitis A - Virus wird vor allem durch verunreinigtes Wasser und Nahrungsmittel übertragen. Die Infektion mit dem Hepatitis A – Virus kann mit geringen grippalen Symptomen bis hin zu einer schweren Gelbsucht mit wochenlanger Bettlägerigkeit verlaufen, wird aber nahezu immer ausgeheilt.
Eine Hepatitis - A - Vorbeugung ist für alle Reisen nach Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika, aber auch schon für Südeuropa empfohlen. Eine aktive Impfung vor der Reise schützt für ca. ein Jahr, nach 6 bis 12 Monaten ist eine Wiederimpfung sinnvoll, damit wird ein weitgehend sicherer Hepatitis - A - Impfschutz für mindestens 10 Jahre gewährleistet. Alternativ kann mit der Gabe von Immunglobulinen (spez. Antikörper von Blutspendern) ein kurzfristiger passiver Schutz vor Hepatitis A erreicht werden.
Die Hepatitis - A - Impfung ist (möglichst als Kombination mit der Hepatitis – B – Impfung) wegen des langfristigeren und höheren Schutzes vorzuziehen. Wer nicht weiß, ob er vielleicht schon immun ist, kann sich dies durch einen Immunitätstest im Blut nachweisen lassen.
Hepatitis B
Das Hepatitis B - Virus wird durch Blut und andere Körpersekrete infizierter Personen übertragen. Der ungeschützte Intimkontakt, Blutspuren, nicht sterile Spritzen und Instrumente zum Rasieren, Tätowieren, Piercen etc. beinhalten besondere Gefahren. Die Erkrankung ist zwar deutlich seltener bei Reisenden im Vergleich zur Hepatitis A, jedoch angesichts ihres möglichen chronischen Verlaufs wesentlich gefährlicher. Ca. jeder 20igste Infizierte entwickelt eine chronische Hepatitis (Leberentzündung), die selbst als Risikofaktor für eine Leberzirrhose und Leberkrebs gilt.
In vielen Urlaubsländer findet sich eine hohe Hepatitis B - Häufigkeit (Afrika und Asien bis zu 15 %, Süd/Mittelamerika bis zu 5 %, Deutschland 0,2 %), deshalb empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation eine konsequente Durchimpfung der Bevölkerung. Auch in Deutschland gehört die Hepatitis - B - Impfung mittlerweile zu den üblichen Kinderimpfungen und wird von den gesetzlichen Krankenkassen bis zum 18. Lebensjahr bezahlt. Eine Impfung gegen Hepatitis B kann allein oder zusammen mit Hepatitis A (Kombinationsimpfstoff) durchgeführt werden. Für den Langzeitschutz sind zwei Impfungen im Abstand von 4 Wochen und eine Auffrischung nach frühestens 6 Monaten notwendig. Eine Impferfolgskontrolle ca. 6 Wochen nach der 3. Impfung ist angeraten bei besonders hohem Expositionsrisiko und möglicherweise eingeschränkter Immunantwort (z.B. Alter > 40 Jahre, chronische Lebererkrankung, Dialysepatient)
Typhus
Eine Typhus - Impfung wird für Reisende in Gebiete mit unzureichender Hygiene und Trinkwasserversorgung empfohlen. Die Typhus - Impfung bietet allerdings keinen absolut sicheren Impfschutz und kann daher auf keinen Fall die allgemeinen Vorsichtsmaßnahmen bei der Ernährung in tropischen Ländern ersetzen. Zur Wahl stehen Injektions- oder Schluckimpfungen. Wir bevorraten einen Injektionsimpfstoff, der einen ca. drei-jährigen Impfschutz bietet.
Tetanus und Diphtherie
Eine Tetanus / Diphtherie - Auffrischimpfung (Kombinationsimpfstoff) sollte durchgeführt werden, sofern die letzte Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt. Auch für Deutschland ist diese Impfung notwendig, weshalb die Krankenkassen die Impfkosten tragen.
Poliomyelitis
Eine Auffrischimpfung gegen Kinderlähmung (Polio) sollte ebenfalls (bes. für Asien und Afrika) durchgeführt werden, sofern die letzte Impfung länger als 10 Jahre zurückliegt. Statt der bislang empfohlenen Schluckimpfung mit abgeschwächten Lebenderregern wird nun grundsätzlich eine Injektion mit abgetöteten Erregern als Regelimpfung durchgeführt.
Meningitis
Eine Impfung gegen die Meningokokken-Meningitis (eitrige Hirnhautentzündung) kann bei Aufenthalten in den Trockengebieten südlich der Sahara sinnvoll sein. Auch für längere Aufenthalte in Indien und Nepal ist diese Impfung empfohlen und wird für die Einreise nach Saudi-Arabien während der islamischen Pilgerzeit verlangt. Der Schutz der einmaligen Impfung reicht 3 Jahre.
Tollwut
Gegenüber Tollwut ist bei besonderer Exposition eine Vorbeugung sinnvoll. Hierzu zählen Berufsgruppen mit engem Tierkontakt (z.B. Tierärzte, Jäger) oder Langzeitreisende mit erhöhtem Risiko.
Auf alle Fälle sollte nach jeder Bissverletzung umgehend der Arzt aufgesucht werden, um eine nachträgliche Tollwut - Impfung zu bekommen. Bei Übertragung des Tollwut - Erregers kann nur die rechtzeitige Impfung die Erkrankung und damit den sicheren Tod des Patienten verhindern.
Gelbfieber
Die Gelbfieber - Impfung bietet einen ausgezeichneten Schutz. Sie muss spätestens 10 Tage vor Abreise durchgeführt werden und gilt 10 Jahre. Die Impfung wird nur in hierfür ermächtigten Impfstellen angeboten (Flughafen Frankfurt, Gesundheitsamt).
Sie ist dringend empfohlen für West-, Zentral- und Ostafrika. In Bolivien, Peru, Panama, Guyana, Surinam und im Amazonasgebiet Brasiliens kann ein Impfzertifikat verlangt werden. Darüber hinaus wird die Gelbfieberimpfung für die tropischen Gebiete Ecuadors, Kolumbiens und Venezuelas dringend empfohlen. Viele dieser Staaten verlangen das Impfzertifikat bei Einreise. Dies gilt auch für viele asiatische Staaten bei Einreise aus Gelbfiebergebieten Afrikas und Südamerikas. Dagegen ist für Asien selbst eine Gelbfieberimpfung nicht notwendig.
Zur Malaria – Prophylaxe lesen Sie bitte unseren gesonderten Ratgeber. Eine Impfung gegen Malaria gibt es noch nicht.
Die für Sie individuell nötigen Impfungen sollten Sie gezielt mit dem Sie betreuenden Arzt besprechen.
