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Therapie der Erektionsstörung

Die Ursachen, alles nur psychisch?
Nein, grundsätzlich gilt, je älter der Mann, desto eher ist die Ursache der Erektionsstörung organisch bedingt.
Organische Ursachen können sein:
- Gefäßschäden des Penis z.B. durch Bluthochdruck, Diabetes, Rauchen etc.
- Nervenschäden durch Alkoholkonsum oder Diabetes u.a.
- Testosteronmangel
- neurologische Erkrankungen wie die Multiple Sklerose
- bestimmte Medikamente
Oft ist die Psyche aber mitverantwortlich, denn schlechte Erfahrungen beim Sexualverkehr stärken nicht gerade die Potenz.
Was kann und sollte ich tun?
- Lassen Sie Sich körperlich untersuchen mit einer Blutuntersuchung.
- Ernähren Sie Sich ausgewogen, trinken Sie nicht zu viel Alkohol.
- Verzichten Sie auf das Rauchen.
- Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre Medikamente
- Vermeiden Sie einen harten Fahrradsattel.
- Sprechen Sie auch mit Ihrer Partnerin über das gemeinsame Problem.
Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?
Voraussetzung ist immer die Lust, die Libido, der Sexualtrieb. Diese können unten genannte Methoden nicht ausgleichen. Fehlt der Sexualtrieb, so kann z. B. eine Depression vorliegen, die gesondert abgeklärt werden sollte.
Ist die Lust aber vorhanden, gibt es:
- Tabletten, die den Blutfluss im Penis steigern und so die Erektion stärken. Bekanntester und erster Vertreter ist das Viagra®. Diese Gruppe von Mitteln hat sich wegen ihrer guten Erfolgsrate (70-80%) heute am meisten bewährt.
- Tabletten, die im Gehirn wirken und dort die Erektion durch einen Nervenimpuls verstärken (Erfolgsrate 40-50%)
- Naturmittel wie Produkte der Yams-Wurzel
- die SKAT-Methode. Hier spritzt sich der Mann selbst ein Mittel in den Penisschaft.
- MUSE, eine Methode, bei der der Mann sich ein kleines Zäpfchen mit einer Hilfsvorrichtung in die Harnröhre einführt
- die Vakuumpumpe, die bereits seit Anfang des 20. Jahrhundert verwendet wird.
- die Penisprothese, die operativ in den Penis eingepflanzt wird und mittels eines Flüssigkeitsreservoirs im Hodensack hydraulisch aufgepumpt wird.
- die Testosteronersatztherapie bei vorliegendendem Hormonmangel. Siehe hierzu unser Extrakapitel.
Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile, sprechen Sie mit uns darüber im Einzelnen!
Überwinden Sie Ihre Scheu, über die Thematik zu sprechen! Die modernen Mittel, gerade die erstgenannten, haben erheblich zur Verbesserung der Therapie beigetragen, nicht zuletzt wegen ihrer guten Verträglichkeit bei guter Erfolgsrate.
Wer zahlt die Behandlung?
Bis jetzt fast immer der Betroffene selbst. Sozialgerichte beschäftigen sich mit Einzelfällen.
